Kurzinfos

 

Arzthaftungsrecht (Einsicht in Unterlagen)

Der Patient kann vom Krankenhaus verlangen, dass die Originale von Computertomogramm- und Kernspinaufnahmen zur Einsichtnahme treuhänderisch einem Rechtsanwalt vorgelegt werden, wenn Bereitschaft besteht, dass diese Originale innerhalb von sechs Monaten an das Krankenhaus zurückgegeben werden. Das Eigentum des Krankenhauses an den Aufnahmen sei hierdurch nicht beeinträchtigt. Auf Kopien der Aufnahmen könne der Patient nicht verwiesen werden, weil die Möglichkeit besteht, dass diese Kopien nicht gleichwertig sind (OLG München, Urteil vom 19.04.01, Az.: 1 U 6107/00).

Arzthaftungsrecht (Aufklärungspflicht)

Klärt ein Arzt einen Patienten über ein bestimmtes Risiko auf, nicht aber über ein weiteres aufklärungsbedürftiges Risiko, und verwirklicht sich nach dem Eingriff dann dieses weitere nicht aufgeklärte Risiko, dann haftet der Arzt für beide Risiken, also auch für das Risiko, über das er aufgeklärt hat. (BGH, Urteil vom 15.02.00, Az.: VI ZR 48/99; in teilweiser Abänderung der früheren Rechtsprechung).